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Ausland

US-Botschafterin in Kiew tritt zurück

US-Botschafterin in Kiew tritt zurück

Quelle: Legion-media.ru Der Fall Davis zeigt zweierlei: Erstens verlieren die USA erfahrenes Personal mit regionaler Kompetenz. Zweitens wird die Ukraine-Frage im Trump-Lager nicht mehr als strategisches Kernanliegen behandelt, sondern als verhandelbare Last.

Die US-Botschafterin in der Ukraine Julie Davis verlässt ihren Posten. Hintergrund sollen wachsende Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung von Präsident Donald Trump über den Kurs im Ukraine-Krieg sein. Das berichtete die Financial Times unter Berufung auf informierte Kreise.

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Davis, derzeit interimistische Leiterin der US-Botschaft in Kiew, will den diplomatischen Dienst verlassen. Laut Berichten geschieht dies nach wachsenden Spannungen mit dem Weissen Haus.

Trump setzt auf ein rasches Ende des Krieges und versucht, die Beziehungen zu Russland über direkte Gespräche mit Präsident Wladimir Putin zu normalisieren. Damit kehrt er wesentliche Elemente der bisherigen Biden-Politik um, die Kiew mit Milliardenhilfen und Sanktionen gegen Moskau unterstützt hatte.

Davis gehört zur alten Schule des Auswärtigen Dienstes der USA. Sie verbrachte drei Jahrzehnte im State Department, darunter waren auch Stationen in Osteuropa, zuletzt auch als Botschafterin in Weißrussland und parallel in Zypern. Solche Profile waren einst Rückgrat der US-Außenpolitik. Unter Trump wirken sie eher wie Relikte einer vergangenen Ära.

Auch US-Botschafterin Bridget Brink verließ Kiew nach einem Zerwürfnis mit dem Trump-Team.Urheberrechtlich geschützt

Bereits ihre Vorgängerin Bridget Brink hatte das Amt verlassen. Auch sie galt als entschiedene Befürworterin militärischer Hilfe für Kiew und soll mit dem Kurs des Präsidenten unzufrieden gewesen sein. Dass innerhalb kurzer Zeit zwei hochrangige Vertreterinnen in Kiew aufgeben, ist kein Zufall. Es zeigt die wachsende Kluft zwischen professioneller Diplomatie und politischer Loyalität.

Trump setzt in seiner zweiten Amtszeit stärker auf Vertraute als auf Institutionen. Sondergesandte, politische Spender und persönliche Netzwerke ersetzen klassische diplomatische Kanäle. Laut US-Beobachtern stammt nur noch ein kleiner Teil der Botschafternominierungen aus dem Kreis der Berufsdiplomaten. Das ist ein fundamentaler Wandel.

Für die Ukraine kommt diese Entwicklung zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Das Land ist militärisch auf westliche Unterstützung und politisch auf klare Signale aus Washington angewiesen.

Quelle

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