
Venezuela: Chinesisches Außenministerium verurteilt Einsatz von Gewalt durch USA aufs Schärfste
In seinem Statement betonte Trump auch, dass die (vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammende) Monroe-Doktrin wieder in Kraft gesetzt worden sei. Die USA verteidigten weiterhin ihre Grenzen und schützten ihre Bürger vor der Macht der Drogenkartelle. Die Aktion in Venezuela solle eine Warnung an alle sein, die US-amerikanische Leben aufs Spiel setzen wollen. Das venezolanische Volk sei nun wieder frei, und die USA seien ein sicherer Staat geworden.
Trump machte klar: Was Maduro zugestoßen sei, könnte auch anderen passieren. Vor allem drohte er den US-kritischen Regierungen in Kuba und Kolumbien. So bekräftigte Trump, dass er sich seine Warnungen an den kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro vorbehalte. Kuba nannte er einen «failed State», der Venezuela «kolonisieren» wollte.
Auf der Pressekonferenz sprachen außer Trump auch Generalstabschef Dan Caine, Kriegsminister Pete Hegseth und Außenminister Rubio abwechselnd. Rubio wies auf die angebliche Legitimität des US-Vorgehens hin. Maduro sei kein legitimer Präsident Venezuelas, der in den USA verurteilt sei. Er habe sein Schicksal verdient. Die Bewilligung des US-Kongresses sei nicht notwendig gewesen. Ihm zufolge war die Entführung des venezolanischen Präsidenten eine Verhaftung von bereits von der US-Justiz verurteilten Menschen.
Auch machte Rubio klar, dass Kuba das nächste Land einer derartigen Einmischung sein könnte. «Wenn ich in Havanna [Kuba] leben und in der Regierung sein würde, wäre ich besorgt.», sagte er. «Die Menschen dort leiden seit vielen Jahren», so Rubio. «Ich denke, wir werden letztendlich über Kuba sprechen müssen, denn es handelt sich um ein Land, das sich in einer schweren Krise befindet.»
Während der Fragerunde mit Reportern bekräftigte Trump, dass sein Hauptinteresse in Venezuela vor allem in der Kontrolle über die reichen Ölvorkommen des Landes liegt. «Wir wollen uns mit Energie umgeben … Das brauchen wir für uns selbst, das brauchen wir für die Welt – und wir wollen sicherstellen, dass wir das schützen können.» Auf die Frage, ob US-amerikanische Truppen in Venezuela stationiert werden, antwortete er mit «Nein». «Wir werden in Venezuela präsent sein, was Öl angeht», sagte Trump.
