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Ausland

Verstöße gegen Russland-Embargo: Razzia und fünf Festnahmen

Verstöße gegen Russland-Embargo: Razzia und fünf Festnahmen

© urheberrechtlich geschütztRazzia (Symbolbild)

Die Bundesanwaltschaft geht seit den Morgenstunden gegen ein Firmennetzwerk vor. Der Vorwurf: Das Netzwerk soll in großem Stil gegen das von der EU verhängte Handelsembargo verstoßen haben, das den Handel mit Russland unter Strafe stellt. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Unternehmen in Lübeck. 

Das Unternehmen, das im Jahr 2022 unmittelbar nach Verhängung des ersten EU-Pakets von Russlandsanktionen gegründet wurde, soll über ein Netz von Scheinfirmen und Unterstützern mehr als 16.000 Lieferungen im Wert von mindestens 30 Millionen Euro an russische Unternehmen versandt haben. Unter ihnen befand sich zudem eine große Zahl sogenannter Dual-Use-Güter, die sich sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke eignen. Genannt werden Konverter, Fotodioden und spezielle Kugellager. Die Bundesanwaltschaft mutmaßt staatliche Auftraggeber.


Analyse

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Unter den Empfängern in Russland sollen unter anderem 24 Rüstungsunternehmen sein, die von der EU sanktioniert sind. 

Der Unternehmensgründer Nikita S. und drei weitere Personen wurden verhaftet. Eine weitere Person wurde vorläufig festgenommen. Nikita S. werden über 70 Verstöße gegen das EU-Außenhandelsgesetz und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er soll nach Karlsruhe überstellt werden. 

In der Pressemitteilung zu den Vorgängen teilt die Bundesanwaltschaft mit:

«Die Bundesanwaltschaft hat heute (2. Februar 2026) aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs den deutsch-ukrainischen Staatsangehörigen Artem I., den deutschen Staatsangehörigen Boris M., den deutschen Staatsangehörigen Eugen R. und den deutsch-russischen Staatsangehörigen Nikita S. von Beamten des Zollkriminalamts festnehmen lassen.

Vorläufig festgenommen wurde auch der deutsch-russische Staatsangehörige Daniel A.»

Durchsucht wurden zudem Wohnungen und Geschäftsräume in Lübeck, im Kreis Herzogtum Lauenburg, in Frankfurt am Main, Nürnberg, im Landkreis Nordwestmecklenburg und im Kreis Ostholstein. In diesem Zusammenhang wurden Vermögenswerte im Wert von 30 Millionen Euro konfisziert. 

Quelle

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